NRW hält zusammen

Was macht eigentlich … ein BROT-SOMMELIER?

Bäckermeister Jörg Meffert will „Botschafter des guten Brotes“ werden und für sein Handwerk werben

„Brot ist nicht einfach nur das Untendrunter, sondern: Es ist das Entscheidende“ – findet auf jeden Fall der 56jährige Ostwestfale und selbstständige Bäckermeister Jörg Meffert. In einem elfmonatigen Kurs am Deutschen Brotinstitut in Weinheim (Baden-Württemberg) lässt er sich deshalb aktuell zum Brot-Sommelier weiterbilden.

Brot-Sommelier? In Zukunft will Bäckermeister Meffert als einer von bundesweit gut 100 Fachleuten verstärkt Werbung für gutes Brot vom Handwerksbäcker betreiben, denn: „Brot ist Ernährung, Gesundheit und Genuss zusammen.“ Jetzt stattete Meffert -im Rahmen seiner Weiterbildung- der offiziellen Brotprüfung bei der Kreishandwerkerschaft Hellweg-Lippe in Soest einen Besuch ab.
Dabei zeigte sich der Experte überwältigt vom Abwechslungsreichtum sowie von Qualität und Geschmack der Brote und Brötchen in der Hellweg-Lippe-Region. „Dass man bei der Prüfung so viel tolle Qualität und Frische erleben kann, ist ein besonderes Zeichen von handwerklicher Güte in unserem schönen und wichtigen Gewerk. Das sollten die Kunden und Verbraucher hier in der Region zu schätzen wissen!“

Brot-Sommeliers gibt es in Deutschland seit dem Jahre 2017 - auch als Reaktion auf einen Markt, auf dem aktuell nur noch ein Drittel aller Brote beim Handwerksbäcker über die Theke geht, wie Meffert erklärt. Zudem empfänden es Kinder und Jugendliche heute als viel bequemer, sich schnell mal ein Müsli zu mischen, als ein belegtes Brot zu machen. „Aber wir wollen die Wertigkeit des gesunden Lebensmittels Brot dem Kunden wieder mehr vor Augen, Nasen und Münder bringen. Die Lust auf Brot ist unser Metier!
Obwohl selbst Meister seines Handwerks mit langer Berufserfahrung, lernt er derzeit noch jede Menge dazu, etwa über internationale Brotspezialitäten oder die geschichtliche Entwicklung des immerhin 22.000 Jahre alten Nahrungsmittels. Und natürlich auch, Brot in seiner individuellen Qualität sinnlich vermitteln zu können: Schmeckt es nach Oliven oder eher nach Feigen? Duftet dieses Brot nach Kümmel oder hat es eine pfeffrige Note? Was passt besser auf die Scheibe drauf: Schinken, Käse oder vielleicht doch Marmelade – und warum? Ist die Kruste „rösch“ genug, um das Beißen und Kauen zum Geschmackserlebnis der besonderen Art werden zu lassen? All diese (und viele weitere) Fragen kann der Brot-Sommelier den Kunden beantworten, und so als Botschafter des guten Brot-Geschmacks Werbung für das Nahrungsmittel Nummer 1 betreiben.

„Damit Kunden wieder mehr Brot und Brötchen bei ihrem Handwerksbäcker kaufen – und diesen besonderen Genuss auch an die nächste Generation vermitteln können.“